10 Tipps vor der Auswahl einer Tür
Die Größe und die Lage der Türöffnungen werden bereits in der Entwurfsphase des Hauses festgelegt. Die Entscheidung für einen bestimmten Stil und eine bestimmte Art von Tür trifft jedoch der zukünftige Nutzer selbst, eventuell mit Hilfe eines Innenarchitekten.
Wer schon einmal ein Haus bauen oder renovieren musste, wird schnell feststellen, dass die Wahl der richtigen Tür nicht einfach ist, denn es geht nicht nur um die Wahl des Materials oder der Farbe des Türblattes. Viele weitere wichtige Entscheidungen müssen im Vorfeld getroffen werden. Es lohnt sich also, unsere Tipps zur Auswahl von Türen zu beherzigen.
1. Richtung der Türöffnung
Zunächst müssen Sie entscheiden, in welche Richtung sich die Fensterflügel, die jeden Raum schließen, öffnen sollen. Nach innen oder nach außen zum Innenraum hin? Dies wird weitgehend durch das Baurecht und den Architekten bestimmt; es ist jedoch wichtig zu wissen, dass die Türen in kleinen Räumen nach außen öffnen sollten; sie dürfen auch nicht zu nahe beieinander liegen, da sie beim gleichzeitigen Öffnen aneinander stoßen, während die Türen von Badezimmern und Heizungsräumen nach außen öffnen müssen.
2. Rechte oder linke Tür?
Es ist auch wichtig zu entscheiden, auf welcher Seite der Tür sich die Scharniere befinden werden, also ob die Tür links oder rechts sein wird (um sie richtig zu unterscheiden, stellen Sie sich so vor die Tür, dass sich der Flügel zu Ihnen hin öffnet, und schauen Sie, auf welcher Seite sich die Scharniere befinden: wenn sie links sind, ist der Flügel links, wenn sie rechts sind, ist er rechts); es ist zu bedenken, dass der Flügel, wenn er geöffnet ist, nicht die Lichtschalter oder andere wichtige Elemente des Innenraums verdecken sollte. Kurz gesagt: Am besten ist es, wenn die Tür auf eine leere Wand zeigt.
3. Wahl des Rahmens
Die Wahl des Rahmens (gemeinhin als Zarge bezeichnet) ist sehr wichtig. Es gibt zwei Haupttypen von Zargen: feste Zargen (9 cm breit) und verstellbare Zargen, die sich an die Dicke der Wand anpassen lassen (von 8 cm bis 42 cm!). Die verstellbaren Rahmen sind moderner und schneller zu montieren, aber auch teurer. Denken Sie daran, dass es sehr wichtig ist, die Tür und die Türöffnung richtig auszumessen – ein eingebauter Rahmen und eine Tür können nicht zurückgegeben oder umgetauscht werden. Bei einer verstellbaren Zarge wählen wir auch die Art der Verarbeitung, d. h. die Art und Weise, wie die Bänder verbunden werden (in einem festen oder 45-Grad-Winkel) und ihre Dicke (6 oder 8 cm), was sich auf das endgültige Aussehen auswirkt.
4. gefälschte vs. nicht gefälschte Türen
Sie müssen sich auch entscheiden, ob die Scharniere glatt oder falzlos sein sollen? Bei gefälzten Türen schließt die Flügelkante bündig mit dem Rahmen ab (die Scharniere sind unsichtbar), was dem Innenraum einen sehr modernen, stilvollen Charakter verleiht und die Tür wie in die Wand eingebaut erscheinen lässt. Türen mit Falz sind ein bewährter Klassiker – sie sehen in allen Räumen gut aus, sind aber aus Innenräumen mit traditionellem Charakter kaum wegzudenken. Bei ERKADO sind alle Türmodelle in gefälzter und ungefälzter Ausführung erhältlich.
5. Abmessungen der Tür
Die Abmessungen von Innentüren können variieren. Die Standardbreite einer einflügeligen Tür beträgt 60-100 cm und die Höhe 203 cm. Breitere Türen gewährleisten eine bequeme Kommunikation nicht nur für gesunde Menschen, sondern auch für Personen, die einen Rollstuhl benutzen. Beim Ausmessen der Türöffnung müssen das Bodenmaterial und die Oberflächenbeschaffenheit der Öffnung berücksichtigt werden. Um Messfehler zu vermeiden, überlassen Sie diese Aufgabe am besten dem Unternehmen, das die Tür einbauen wird.
6. Harmonie der Türmodelle
Damit die Inneneinrichtung kohärent und harmonisch wirkt, sollten alle Türen in der Wohnung aus der gleichen Kollektion stammen und die gleiche Oberfläche haben (Furnier, Griffe). Türblätter und Türrahmen sollten in Farbe und Struktur zu den Möbeln und dem Fußboden passen. Denken Sie jedoch daran, dass eine solche Einheitlichkeit nicht zwingend erforderlich ist! Vieles hängt vom Einrichtungskonzept und der konkreten Gestaltungsidee ab. Wenn es um Form und Design geht, ist alles möglich! Wichtig ist nur, dass die Wahl der Türen gut durchdacht und stimmig ist.
7. Glas- oder Volltüren?
Die Entscheidung für Voll- oder Glasfenster sollte unter Berücksichtigung des Zugangs zum Tageslicht, des Lebensstils der Familie und der Größe des Zimmers getroffen werden. Dies ist ein umfangreiches Thema, das in einem separaten Ratgeber behandelt werden sollte. An dieser Stelle soll nur darauf hingewiesen werden, dass im Schlafzimmer in der Regel massive Modelle die beste Wahl sind, da sie Privatsphäre und ein Gefühl der Intimität gewährleisten und dank der besseren Schalldämmung Entspannung und Schlaf fördern; in dunklen Räumen mit begrenztem Zugang zu natürlichem Licht sind verglaste Türen praktisch, da sie zur Beleuchtung des Raums beitragen und den Eindruck von Großzügigkeit vermitteln.
8. Wie wäre es mit Schiebetüren?
Wenn Sie nicht wollen, dass Türen einen kleinen Wohnraum dominieren, entscheiden Sie sich für kompakte Schiebetürsysteme. Sie eignen sich unter anderem sehr gut zum Abschließen von Nebenräumen: Speisekammern oder Kleiderschränke. Denn Schiebesysteme nehmen keinen wertvollen Platz weg, der beim Einbau von Drehtüren erforderlich ist.
9. Preis der Tür
Wir sollten bedenken, dass sich der Endpreis einer Tür aus vielen Elementen zusammensetzt (u. a. aus dem Material, aus dem sie besteht, dem Rahmen, dem Schloss, dem Abdeckband). Wir wählen Türen für viele Jahre, und deshalb sollten sie ein wertvolles, dekoratives und funktionelles Element des Hauses sein. In Anbetracht dieser Perspektive lohnt es sich nicht, zu viel an ihnen zu sparen, da ihre Qualität und ihr Aussehen weitgehend bestimmen, wie unser Interieur wahrgenommen und bewertet wird.
10. Planung ist grundlegend
Zum Schluss noch ein Hinweis auf die Anfangsphase der Inneneinrichtung – die Entwurfsphase. Analysieren wir alle Entscheidungen, die zu diesem Zeitpunkt getroffen werden, denn in dieser Phase werden viele Entscheidungen bezüglich der Türen getroffen. Es lohnt sich, sorgfältig über die Lage, die Breite und die Art der geplanten Öffnungen nachzudenken, damit sie eine komfortable Kommunikation und Zonierung unseres Innenraums ermöglichen. Denken Sie daran, dass Elemente wie z. B. ein Eckpfosten (und vor allem das Fehlen eines solchen) den Einbau Ihrer Traumtür erschweren oder ganz verhindern können. Bevor Sie eine endgültige Entscheidung treffen, lohnt es sich, die Umrisse der geplanten Möbel auf dem Hausplan zu skizzieren (achten Sie auf den richtigen Maßstab!) und die Stellen zu markieren, an denen sich die Türen befinden werden, wenn sie geschlossen und geöffnet werden. So können Sie Ihre Ideen „testen“ und eventuelle Fehler ausmerzen.